Jan 05 2011
Eine Choreographie tanzen: Definition und Geschichte
Eine Choreographie ist eine Abfolge von einstudierten Bewegungen. Sie kann mit einem speziellen Notationssystem festgehalten werden. Den Schöpfer der Choreographie nennt man den Choreographen.
Eine Choreographie tanzen bedeutet, dass Tänzer eine festgelegte Abfolge von einstudierten Bewegungen vollführen. In der Antike bezeichnete die Choreographie die Bewegungen des Sprechchores im griechischen Drama. Doch dann übernahm man den Begriff für die Aufzeichnung von Tanz überhaupt. Im 18. Jahrhundert war der Choreograph derjenige, der die Bewegungen notierte. Als dann später umfangreiche Ballettrepertoires geschaffen wurden, begann man die Abfolge von Bewegungen als Choreographie zu bezeichnen - vergleichbar mit der Komposition in der Musik. Als Choreographien bezeichnet man außerdem die Konzepte für Bewegungsabläufe in Opern, Filmen oder Theaterstücken. Die Choreographie kann man heute in einem speziellen System festhalten. Diese Aufzeichnung nennt man Tanznotation, und den Schreiber den Choreologen. Das heutige gängige System wurde Ende der 40er Jahre entwickelt. Es existieren aber auch andere Schriftsysteme, mit denen sich neben Tanzschritten zum Beispiel Bewegungen von Industriearbeitern notieren lassen.
Wenn Kompanien heute Ballette einstudieren, greifen sie aber nicht nur auf die Tanzschrift, sondern auch auf das Wissen von Tänzern zurück. Außerdem spielen Videos bei Proben eine wichtige Rolle. Werke des Tanztheaters, des Ausdruckstanz' und des Modern Dance, die sich Anfang des 19. Jahrhunderts entwickelten, können ebenfalls aufgezeichnet werden. Manchmal enthalten sie aber auch improvisatorische Elemente.